Wer wir sind

 

 

Herdis Hiller

Pferdepsychologin, Pflanzenheilkundlerin für Pferde, Gründerin und Geschäftsführerin der Krauterie GmbH, Magistra Artium der Sprachwissenschaften. 

"10-Jährig begann mein Weg mit den Pferden und wurde dann zu meiner Berufung. Ich habe mich dabei schon immer dafür interessiert, meinen Blick zu erweitern anstatt am Tellerrand hängen zu bleiben. Darum habe ich parallel zu meinem Universitätsstudium der Sprachwissenschaften, Pferde immer auch von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus beobachtet und mein Wissen stetig erweitert.

Ich begann mit Dressur und Springen als Kindersport, entwickelte mich dann zu Bodenarbeit und klassischer Dressur weiter, nahm Umwege über Natural Horsemanship, und fand dann meinen ganz eigenen Weg. Mein erster Lehrmeister war mein Wallach Rocky, der mir besser reiten beigebracht hat als jeder Trainer, und den ich noch heute unendlich vermisse. Dann kam meine Lotti, die mich alles über Pferdeverhalten gelehrt hat, was es zu lernen gab und die (einst hochgradig aggressiv) heute meine engste Vertraute ist. Und all die Pferde, mit denen ich im Laufe meiner Arbeit als Pferdepsychologin und Pflanzenheilkundlerin arbeiten durfte. Sie alle waren mir die größten Lehrmeister und wertvoller als jede wissenschaftliche Studie. Durch sie habe ich gelernt, dass der Schlüssel immer in uns liegt und dass wir Menschen es sind, die an sich arbeiten müssen und nicht unsere Pferde. Das großartige an dieser Erkenntnis ist: sie führt uns zu einem unglaublich großen Potential an Persönlichkeitsentwicklung und verändert unser ganzes Leben."

 

Lotti (Way of Life; Trakehner)

Lotti (im Bild rechts, mit Stern) wurde bei einer privaten Züchterin geboren und wuchs vermutlich nicht unter artgerechten Bedingungen auf. Ihre starke Persönlichkeit führte dazu, dass sie zum Anreiten von Bereiter zu Bereiter weitergereicht wurde...  und jeden absetzte. Ihre Mischung aus Intelligenz, Sensibilität, unbrechbarem Willen und Kampfbereitschaft im Kontext eines Systems, in dem Pferde so schnell wie möglich "fertiggemacht" werden sollen, führte zur Eskalation. Irgendwann ließ sie keinen Menschen mehr an sich heran. Sie biss und trat und buckelte und stieg, schlug Haken, griff Menschen und Pferde gezielt an - und hielt sich so erfolgreich alle vom Leib. Als Lotti 6 Jahre alt war, fanden sich Herdis und Lotti - und es begann ein Neuanfang. Ein neuer Weg. Einer der ganz kleinen Schritte. Des Erinnerns an Vertrauen. Der Kooperation. Auch dieser war zu Beginn nicht einfach, sondern gepflastert von Unfällen und vielen riskanten Situationen. Doch heute gibt es eine so tiefe Verbindung, ein so starkes Band, das nie wieder getrennt werden kann. 

 

Lina (Galina; Trakehner)

Lina (auf dem Bild links) ist Lottis Adoptivtochter. Wie besonders das ist, wird vielleicht deutlich, wenn man erfährt, dass Lotti mit den meisten Pferden nicht klar kommt und noch nie mit einem Pferd soziale Fellpflege betrieben hat. Doch eines Tages stand Lina als 2-Jährige im damaligen Pensionsstall neben Lotti: Gesicht an Gesicht, mit geschlossenen Augen, voller Liebe. Da wusste Herdis, dass Lotti Lina ausgesucht und adoptiert hatte - und somit war es die logische Schlussfolgerung, Lina zu kaufen und in die kleine Herdis-Lotti-Gemeinschaft zu integrieren. 

Lina ist ein ebenso starker Charakter wie Lotti (nur ohne die schlechten Erfahrungen). Sie haben beide den gleichen Großvater und sind somit auch noch genetisch verwandt. Und beide stammen sie von ranghohen Stuten. Lotti hilft Herdis bei der Erziehung von Lina. Und Lina profitiert enorm von Lottis Weisheit. 

 

Closey (Close up, Holsteiner)

Closey stieß im Herbst 2019 zur derzeitigen Mädels-WG. Einst Leistungsträger und Dressurpferd, brauchte er nach etlichen Sehnenschäden ein neues Zuhause. Über eine Kundin der Krauterie erfuhr Herdis von ihm und aktivierte ihr Netzwerk, um einen guten Lebensplatz für diesen wunderschönen Wallach zu finden. Doch niemand fühlte sich ernsthaft dieser Aufgabe gewachsen - verschiedene Anfragen endeten irgendwann immer wieder im Nichts. Darum entschied Herdis: "Wenn das mit dem Hof klappt, dann nehme ich ihn zu mir!" Die damaligen Besitzer warteten geduldig monatelang bis Herdis verkünden konnte: "Wir haben den Hof! Closey kann kommen!"

Zu Beginn hatte er es nicht leicht. Er verstand nicht, warum sich sein Leben so verändert hatte und war wirklich sehr traurig. Auch der Magen und der Stoffwechsel machten ihm zu schaffen. Doch in der Herde etablierte er sich sofort als der neue Chef. Seitdem führt er die Wallach-Laufstall-Gruppe an und ist der beste Anführer, den Herdis je erlebt hat: Weise, fair, sanft, unaufgeregt und souverän, aber auch klar und deutlich. Von ihm kann man Führungsqualitäten lernen wie von fast keinem anderen. In seiner Herde herrscht Ruhe und Entspannung... Faszinierend zu sehen, was ein guter Anführer für einen riesigen Einfluss auf die Herde hat. 

Heute ist Closey eine DER tragenden Säulen des Hofes und unterstützt Herdis in der Verhaltenstherapie anderer Pferde. Ein solch wertvoller Schatz kam ihr einfach zugeflogen... Ein großes Glück und ein riesiger Zauber! 

 

 

 

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